|
Lieben
wir unsere Hunde krank?
ein Artikel von Elke Labinsky der uns aus dem
Herzen spricht!
Ich möchte Sie mit diesem Artikel ein wenig nachdenklich stimmen.
Vielleicht dient er als Anregung, die regelmässigen Routinebehandlungen
Ihrer Hunde auf Nützlichkeit zu überdenken. Es würde mich
freuen.
Welch ein glücklicher Moment, wenn wir
unseren neuen Hausgenossen in die Arme schliessen können. So lange
haben wir uns auf ihn gefreut, den Kleinen. Nun ist es endlich so weit,
der Welpe ist da.
Vom Züchter bekamen wir noch einige Dosen
Fertigfutter mit auf den Weg. Der Kleine soll sich in der fremden Umgebung
doch gleich ein wenig zu Hause fühlen. Natürlich möchten
wir nichts falsch machen und unserem Welpen die bestmöglichen Voraussetzungen
bieten. Deshalb gehen wir in der nächsten Woche sofort zum Tierarzt!
Der wird wissen, was wir noch beachten müssen.
Dort erklärt man uns, dass unser Liebling
zu seinem Schutz jedes Jahr geimpft und regelmässig entwurmt werden
muss, mindestens zweimal im Jahr. Die Kosten nehmen wir gern in Kauf,
wir wollen ja, dass unser Hund gesund bleibt.
So verhalten sich die meissten Hundebesitzer!
Sie kennen sicher die leicht verklebten Augen,
die sich meist gleich nach der Übernahme einstellen, oder Durchfall
und Erbrechen in den ersten Tagen bei den neuen Besitzern.
Wir erklären es uns gern mit der Umstellung, neue Umgebung, Trennung
von den Wurfgeschwistern, die Autofahrt, die Aufregung oder ...oder ...
Dabei übersehen wir völlig, dass der Kleine kurz vor der Übernahme
mehrmals entwurmt und geimpft wurde. Impfungen und Antiparasitenmittel
sind nicht harmlos in ihrer Wirkung, wie es uns gern dargestellt wird.
Antiparasitenmittel enthalten Nervengifte, die nicht nur Parasiten beeinflussen
und Impfstoffe können durch Konservierungs- und Trägerstoffe
den Hund langfristig schädigen.
Aber bleiben wir bei unserem Welpen.
Wenn irgendeine sichtbare Störung wie eitriger Augenausfluss, Juckreiz,
Durchfall oder Ähnliches auftritt, wird der Kleine sofort zum Tierarzt
gebracht.
Wir wollen schliesslich nichts versäumen oder gar chronisch werden
lassen. Die ersten Symptome wie Juckreiz, Durchfall, Augen- und Ohrenabsonderungen,
Erbrechen oder vermehrtes Urinieren sind in der Regel harmlos.
Ein gesunder Organismus reagiert auf diese künstlich injizierten
und aufgetragenen Giftstoffe zunächst mit Ausscheidungsreaktionen,
die man auch Entgiftung nennt.
Es ist eine ganz normale Reaktion des Körpers.
Schlimmer kann es werden, wenn wir diese Störungen, die ja der Entgiftung
dienen, mit schulmedizinischen Medikamenten weg therapieren lassen und
die Ausscheidungen dadurch unterdrücken. Die giftigen Stoffe werden
sich an anderer Stelle innerhalb des Körpers anlagern und im Laufe
der Zeit massive und auch lebensbedrohliche Störungen produzieren.
Wir haben also den Hintergrund des Durchfalls,
der Augenabsonderungen, des Erbrechens u.s.w. unseres Welpen nicht erkannt
und lassen ihn schulmedizinisch behandeln.
Was passiert nun?
Die Störung ist verschwunden und unser
Hund ist gesund. Die nächste Impfung steht an. Danach stellen wir
entweder Hautausschlag, Juckreiz, Durchfall, Erbrechen, Blasenentzündung,
Bindehautentzündung, Husten oder irgendeine andere Ausscheidungsreaktion
fest. Wieder lassen wir den Kleinen schulmedizinisch behandeln, die Ausscheidung
wird unterdrückt und der Hund erscheint gesund.
Aber der Schein trügt.
Die nächste Störung kommt bestimmt, vielleicht in Form von Follikeln
innen, auf den Augenlidern oder einer Schilddrüsenfunktionsstörung
oder einer Gebärmuttervereiterung.
Können Sie erkennen, wie sich die Lage
langsam zuspitzt?
Die Schadstoffe lagern sich nun innerhalb des Körpers ab und führen
nach und nach zu ernsthaften Erkrankungen. Man kann nicht genau vorhersagen,
wo genau und wie sich die Ablagerungen der Schadstoffe vollziehen wird,
aber das es passiert, kann man erkennen.
Wenn Sie sich die Mühe machen und alle Störungen Ihres Hundes
von Anfang an chronologisch mit dem Datum des Auftretens auflisten und
dann Impf- und Antiparasitenbehandlung einfügen, werden Sie oft genau
diesen Verlauf erkennen
Was können wir also tun, damit unser
Welpe N I C H T diesen Weg gehen muss?
Wir sollten uns darüber klar sein, dass Antiparasitenmittel Nervengifte
wie Carbamate, Tetrahyxdropyrimidine, Organophosphate, Quinolinderivate,
Probenzimidazole, Benzimidazole, Paretroide oder Permethrin, Harnstoffderivate,
Avermectine oder Ivermectin enthalten, die besonders für einen Welpen
gefährlich sind.
Diese Stoffe können leichte bis katastrophale Reaktionen hervorrufen
wie Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Husten, Zittern, Speicheln, Krämpfe,
Atemlähmung, Unruhe oder Hyperaktivität.
Nervengifte greifen wie der Name schon sagt,
das Nervensystem an und Welpen sind empfindlicher als ausgewachsene Tiere.
Insofern sollten wir genau abwägen, was dem Kleinen mehr schaden
kann, die eventuell vorhandenen Parasiten oder die Nervengifte der Antiparasitenmittel.
Wir sollten uns auch danach erkundigen, ob und wie oft der Welpe vor der
Übernahme schon entwurmt und entfloht wurde.
Selbst die schützenden Impfungen enthalten Konservierungsstoffe wie
Thiomersal, Aluminiumphosphat, Aluminiumhydroxid und Antibiotica wie Gentamycin,
Gentamycinsulfat oder Neomycinsulfat, die bei empfindlichen Hunden unter
Umständen Verhaltensstörungen, Krämpfe. Epilepsie, Kreislaufkollaps
auslösen können. Meist nicht sofort nach der Impfung.
Es kann einige Monate dauern, denn Metalle lagern sich im Körper
an.
Wir müssen uns über die möglichen Folgen von Impfungen
und Antiparasitenmitteln informieren und nach dem Motto: So viel wie nötig,
aber so wenig wie möglich, vorgehen.
Das bedeutet, bevor ich entwurme, lasse ich
zweimal im Abstand von zwei Wochen eine Kotprobe auf Parasiteneier untersuchen
und entwurme nur, wenn es wirklich nötig ist.
Natürliche gesunde Ernährung baut eine gesunde Darmflora auf,
so dass der Darm gegen viele Wurmarten mit der Zeit immun wird.
Natürliche Ernährung besteht aus rohem Fleisch, fleischigen
Knochen plus einem Gemüseanteil. Günstig wären ganze Tiere
wie Kaninchen oder Hasen, eben das, was ein verwilderter Hund in der Natur
erjagen würde.
Nach der Grundimmunisierung lassen wir vielleicht
nur noch Tollwut impfen und informieren uns im Beipackzettel über
die Dauer des Immunschutzes.
Die ersten kleinen Störungen im Welpenalter beobachten wir zunächst,
ohne sie gleich zu behandeln. Wenn sie nach einer Woche nicht von selbst
wieder verschwinden, stellen wir den Hund einem klassisch arbeitenden
Tierhomöopathen vor und lassen ihn klassisch homöopathisch behandeln.
Diese Therapie unterstützt die natürlichen Regulationsvorgänge
im Körper, ohne sie zu unterdrücken. Je früher im Leben
des Hundes die klassisch homöopthische Behandlung beginnt, desto
schneller kann sich Heilung einstellen, weil sich noch nicht Mengen von
schädlichen Stoffen angelagert haben, die es abzubauen gilt.
Jetzt fragen Sie sich bestimmt, warum ihr
Tierarzt diese kleinen anfänglichen Störungen nicht als Ausscheidungsreaktionen
des Körpers erkennt und sie entsprechend behandelt.
Das Behandlungsziel der Tierärzte unserer heutigen Zeit ist es, dem
Tierbesitzer schnellstmöglich zu einem gut funktionierenden Hund
zu verhelfen.
Das gleiche erwartet übrigens auch der Tierbesitzer von seinem Tierarzt.
Je schneller ein Leiden verschwindet, desto besser ist der Ruf des Tierarztes.
Weder der Patientenbesitzer noch der Tierarzt sehen Erkrankungen im Zusammenhang,
nämlich Ursache und Wirkung.
Jede Erkrankung steht für sich allein. Dabei wird oft nicht weiter
nachgeforscht, sondern gleich behandelt.
Geringfügige Verletzungen werden mit Antibiotika und Rimadyl oder
Metacam behandelt, harmloser Durchfall wird sofort gestoppt, Fieber wird
mit einem fiebersenkenden Medikament angegangen und bei Juckreiz empfiehlt
sich natürlich Cortison.
Auf diese Art und Weise wird meiner Meinung
nach unser Hund Schritt für Schritt krank therapiert.
In den meisten Fällen ist ein Welpe von
Geburt her gesund, von genetischen Schäden einmal abgesehen. Ein
gesunder Organismus ist auf Überleben ausgelegt und wehrt sich durch
Ausscheidungsreaktionen gegen Eingriffe von aussen.
Diese Ausscheidungsreaktionen können mit einem individuell passenden
homöopathischen Arzneimittel unterstützt werden und so kann
der Ausscheidungsprozess schnell vorübergehen.
Erst wenn der Ausscheidungsprozess gestoppt wird, beginnen sich schleichend
massive Störungen zu entwickeln.
Diese akkumulieren sich über Jahre und geben sich eines Tages als
z.B. Schilddrüsenstörungen, Milzvergrösserung, Leber- und
Nierenerkrankung, Diabetes etc zu erkennen.
Aber wollen wir es wirklich so weit kommen
lassen ?????
Haltungsbedinungen:
Das Stoffwechselgeschehen, der Hormonhaushalt und sogar die Stimmung eines
Hundes hängen in nicht geringem Grad davon ab, in welchem Ausmaß
er den natürlichen Lichtverhältnisses ausgesetzt ist. Das spricht
einerseits für die Haltung unter freiem Himmel; es muß aber
ein Kompromiß gefunden werden zwischen dem Bedürfnis des Hundes
nach Familienanschluß und nach Lichtverhältnissen.
Auslauf:
Es stellt sich auch die Frage nach dem Auslauf und der Beschäftigung. Entgegen
einiger verbreiteter Vorurteile muß ein Hund nicht täglich ein bestimmtes
Quantum an Kilometern laufen. Hier ist die Frage der Qualität ausschlaggebend,
nicht die Quantität. Freilandbeobachtungen an Wildhunden haben gezeigt, daß
die Tiere große Strecken hinter sich bringen, wenn es notwendig ist. Finden
sie Futter in der Nähe, dann spielen sie lieber miteinander, toben herum
und schlafen ausgiebig. Es ist also angemessener, den Hund drei oder viermal am
Tag richtig toben und spielen zu lassen, als ihn einmal am Tag 10 oder 20 Kilometer
neben dem Fahrrad traben zu lassen. Genauso wichtig wie die körperliche
Betätigung ist für den Hund - und gerade für den jungen, heranwachsenden
- die geistige Anforderung. Etwas lernen zu dürfen, ein Kommando mit der
richtigen Handlung verknüpfen und gelobt zu werden - das sind grundlegende
Bedürfnisse des Rudeltiers Hund. Bewegung
für den jungen Hund: Ab dem
6. Monat sollte der Hund sich frei bewegen können (vorher sollte er nicht
überbeansprucht werden!). Vor dem 6. Lebensmonat sollte der Hund geschont,
und nur kurze Spaziergänge (ca. 20 Minuten) mit ihm unternommen werden (nicht
zuviel herumtollen). Auch wenn der junge Hund sehr agil ist, sollte er nicht durch
stundenlange Spaziergänge überfordert werden. Im Haus und Garten kann
der Hund spielen soviel er will. Gelenkserkrankungen sind deutlich korreliert
mit der Art des Bodens, auf dem sich der junge Hund bewegt. Wenn der Hund im ersten
Lebensjahr nur auf harten Boden (Asphalt) läuft ist die HD vorprogrammiert.
Geht der Hund auf Waldboden, Wiesen und Schotter so ist das viel besser für
die Gelenke. (Quelle: Vortrag über HD Doz. Dr. Ewald Köppel). Treppensteigen
bei Welpen: Solange die jungen Hunde
gleichhoch wie die Stiege sind, sollten die Hunde getragen werden. Ist der Hund
doppelt so hoch wie die Stiege, soll er selbst laufen können. Die Stiegen
hinunter kann der Hund ohne Probleme laufen, da die Rückenlinie gerade ist
da er sich selbst tragen und nur ausbalancieren muss. (Ausnahme wenn die Stiegen
sehr hoch sind oder wenn der Hund aus dem Auto springen muss). Beim Hinaufsteigen
verschiebt sich der Rücken und dies ist für den Hund viel schädlicher
als das Hinablaufen. Wenn der Hund 10 Wochen als ist kann er ohne Probleme 10-15
Stiegen steigen. Hunde frühestens ab dem 7. Monat aus größeren
Distanzen springen lassen (z.B. aus dem Auto springen), um dadurch nicht die OCD
(Ablösen des Gelenkknorpels mit Schmerzverhalten - eine Erkrankung, bei der
die Voraussetzungen für das Auftreten immer eine Überbelastung vorausgeht)
auszulösen. (Quelle: Vortrag über HD - Doz. Erwald Köppel).
Erziehung:
Wie gerade erwähnt ist der Hund ein Rudeltier, also ein soziales Wesen. Unter
den heutigen Bedingungen ist es notwendig, daß ein Hund unter der Kontrolle
des Besitzers steht. Das wiederum bedingt, daß der Mensch, nicht der Hund
die übergeordnete Autorität besitzt. Auch hier muß ein Vorurteil
klargestellt werden: Der Anführer eines Wildhunderudels wird nicht respektiert
und gefürchtet, weil er besonders stark und brutal wäre, sondern er
wird geliebt und geachtet, weil er Kompetenz, eine gewisse Lässigkeit und
Selbstvertrauen ohne jede Unsicherheit besitzt. Er kann einen Streit schlichten
und ins spielerische ablenken, denn seine Aufgabe ist es das Rudel als Jagdgemeinschaft
zusammenzuhalten. Er muß bei der Erziehung und Ausbildung der Junghunde
mitwirken. Das aber kann er nicht erreichen, wenn diese ihn fürchten und
ihm aus dem Weg gehen. Er muß also im Gegenteil äußerst vertrauenswürdig
und liebenswürdig sein. Und schließlich reißen sich die wenigsten
Rudelmitglieder um diesen "Job", denn der Anführer ist verantwortlich
für die Nahrungsbeschaffung, für den Frieden in der Gruppe und für
das Wohlergehen der Gemeinschaft. Er darf diese also auch keinen vermeidbaren
Gefahren aussetzen. Wenn es nicht in fast jedem größeren Wurf einen
"geborenen Anführer" gäbe, der aufgrund seiner Ausstrahlung
akzeptiert wird, wäre der Zusammenhalt eines Rudels aufs Schwerste gefährdet.
Für den Hundehalter ergeben sich aus diesen Tatsachen einige Konsequenzen:
Nicht mit Schreien, Schlägen und "Strenge" sollte er sich seine
Autorität dem Hund gegenüber sichern, sondern mit Humor und Konsequenz.
Ein Anführer hat es nicht nötig, auf jede probeweise Herausforderung
mit Strafen zu reagieren. Aber er besteht darauf, daß bestimmten Befehle
sofort und bedingungslos zu folgen ist, denn das ist lebensnotwendig. Ein
Hund, der genau weiß, woran er bei seinen Menschen ist, der genug Beschäftigung,
viele soziale Kontakte mit Menschen und Artgenossen, eine angemessene Nahrung,
die nötige Pflege und ausreichend Tageslicht erhält - so ein Hund hat
alle Voraussetzungen, um glücklich und gesund zu bleiben. |