Gerhard & Petra Gorschlüter

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Letzte Aktualisierung:

23.04.2018

 

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Wissenswertes

 

 

Lieben wir unsere Hunde krank?

 

ein Artikel von Elke Labinsky der uns aus dem Herzen spricht!

 

Ich möchte Sie mit diesem Artikel ein wenig nachdenklich stimmen. Vielleicht dient er als Anregung, die regelmässigen Routinebehandlungen Ihrer Hunde auf Nützlichkeit zu überdenken. Es würde mich freuen.

 

Welch ein glücklicher Moment, wenn wir unseren neuen Hausgenossen in die Arme schliessen können. So lange haben wir uns auf ihn gefreut, den Kleinen. Nun ist es endlich so weit, der Welpe ist da.

 

Vom Züchter bekamen wir noch einige Dosen Fertigfutter mit auf den Weg. Der Kleine soll sich in der fremden Umgebung doch gleich ein wenig zu Hause fühlen. Natürlich möchten wir nichts falsch machen und unserem Welpen die bestmöglichen Voraussetzungen bieten. Deshalb gehen wir in der nächsten Woche sofort zum Tierarzt! Der wird wissen, was wir noch beachten müssen.

 

Dort erklärt man uns, dass unser Liebling zu seinem Schutz jedes Jahr geimpft und regelmässig entwurmt werden muss, mindestens zweimal im Jahr. Die Kosten nehmen wir gern in Kauf, wir wollen ja, dass unser Hund gesund bleibt.

 

So verhalten sich die meissten Hundebesitzer!

 

Sie kennen sicher die leicht verklebten Augen, die sich meist gleich nach der Übernahme einstellen, oder Durchfall und Erbrechen in den ersten Tagen bei den neuen Besitzern.

Wir erklären es uns gern mit der Umstellung, neue Umgebung, Trennung von den Wurfgeschwistern, die Autofahrt, die Aufregung oder ...oder ...

Dabei übersehen wir völlig, dass der Kleine kurz vor der Übernahme mehrmals entwurmt und geimpft wurde. Impfungen und Antiparasitenmittel sind nicht harmlos in ihrer Wirkung, wie es uns gern dargestellt wird. Antiparasitenmittel enthalten Nervengifte, die nicht nur Parasiten beeinflussen und Impfstoffe können durch Konservierungs- und Trägerstoffe den Hund langfristig schädigen.

 

Aber bleiben wir bei unserem Welpen. 

Wenn irgendeine sichtbare Störung wie eitriger Augenausfluss, Juckreiz, Durchfall oder Ähnliches auftritt, wird der Kleine sofort zum Tierarzt gebracht.

Wir wollen schliesslich nichts versäumen oder gar chronisch werden lassen. Die ersten Symptome wie Juckreiz, Durchfall, Augen- und Ohrenabsonderungen, Erbrechen oder vermehrtes Urinieren sind in der Regel harmlos.

Ein gesunder Organismus reagiert auf diese künstlich injizierten und aufgetragenen Giftstoffe zunächst mit Ausscheidungsreaktionen, die man auch Entgiftung nennt. 

Es ist eine ganz normale Reaktion des Körpers. 

Schlimmer kann es werden, wenn wir diese Störungen, die ja der Entgiftung dienen, mit schulmedizinischen Medikamenten weg therapieren lassen und die Ausscheidungen dadurch unterdrücken. Die giftigen Stoffe werden sich an anderer Stelle innerhalb des Körpers anlagern und im Laufe der Zeit massive und auch lebensbedrohliche Störungen produzieren.

 

Wir haben also den Hintergrund des Durchfalls, der Augenabsonderungen, des Erbrechens u.s.w. unseres Welpen nicht erkannt und lassen ihn schulmedizinisch behandeln.

Was passiert nun?

 

Die Störung ist verschwunden und unser Hund ist gesund. Die nächste Impfung steht an. Danach stellen wir entweder Hautausschlag, Juckreiz, Durchfall, Erbrechen, Blasenentzündung, Bindehautentzündung, Husten oder irgendeine andere Ausscheidungsreaktion fest. Wieder lassen wir den Kleinen schulmedizinisch behandeln, die Ausscheidung wird unterdrückt und der Hund erscheint gesund.

 

Aber der Schein trügt.

Die nächste Störung kommt bestimmt, vielleicht in Form von Follikeln innen, auf den Augenlidern oder einer Schilddrüsenfunktionsstörung oder einer Gebärmuttervereiterung. 

 

Können Sie erkennen, wie sich die Lage langsam zuspitzt?

Die Schadstoffe lagern sich nun innerhalb des Körpers ab und führen nach und nach zu ernsthaften Erkrankungen. Man kann nicht genau vorhersagen, wo genau und wie sich die Ablagerungen der Schadstoffe vollziehen wird, aber das es passiert, kann man erkennen.

Wenn Sie sich die Mühe machen und alle Störungen Ihres Hundes von Anfang an chronologisch mit dem Datum des Auftretens auflisten und dann Impf- und Antiparasitenbehandlung einfügen, werden Sie oft genau diesen Verlauf erkennen

 

Was können wir also tun, damit unser Welpe N I C H T diesen Weg gehen muss?

Wir sollten uns darüber klar sein, dass Antiparasitenmittel Nervengifte wie Carbamate, Tetrahyxdropyrimidine, Organophosphate, Quinolinderivate, Probenzimidazole, Benzimidazole, Paretroide oder Permethrin, Harnstoffderivate, Avermectine oder Ivermectin enthalten, die besonders für einen Welpen gefährlich sind.

Diese Stoffe können leichte bis katastrophale Reaktionen hervorrufen wie Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Husten, Zittern, Speicheln, Krämpfe, Atemlähmung, Unruhe oder Hyperaktivität.

 

Nervengifte greifen wie der Name schon sagt, das Nervensystem an und Welpen sind empfindlicher als ausgewachsene Tiere. Insofern sollten wir genau abwägen, was dem Kleinen mehr schaden kann, die eventuell vorhandenen Parasiten oder die Nervengifte der Antiparasitenmittel. Wir sollten uns auch danach erkundigen, ob und wie oft der Welpe vor der Übernahme schon entwurmt und entfloht wurde.

Selbst die schützenden Impfungen enthalten Konservierungsstoffe wie Thiomersal, Aluminiumphosphat, Aluminiumhydroxid und Antibiotica wie Gentamycin, Gentamycinsulfat oder Neomycinsulfat, die bei empfindlichen Hunden unter Umständen Verhaltensstörungen, Krämpfe. Epilepsie, Kreislaufkollaps auslösen können. Meist nicht sofort nach der Impfung.

Es kann einige Monate dauern, denn Metalle lagern sich im Körper an.

Wir müssen uns über die möglichen Folgen von Impfungen und Antiparasitenmitteln informieren und nach dem Motto: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich, vorgehen.

 

Das bedeutet, bevor ich entwurme, lasse ich zweimal im Abstand von zwei Wochen eine Kotprobe auf Parasiteneier untersuchen und entwurme nur, wenn es wirklich nötig ist.

Natürliche gesunde Ernährung baut eine gesunde Darmflora auf, so dass der Darm gegen viele Wurmarten mit der Zeit immun wird.

Natürliche Ernährung besteht aus rohem Fleisch, fleischigen Knochen plus einem Gemüseanteil. Günstig wären ganze Tiere wie Kaninchen oder Hasen, eben das, was ein verwilderter Hund in der Natur erjagen würde.

 

Nach der Grundimmunisierung lassen wir vielleicht nur noch Tollwut impfen und informieren uns im Beipackzettel über die Dauer des Immunschutzes.

Die ersten kleinen Störungen im Welpenalter beobachten wir zunächst, ohne sie gleich zu behandeln. Wenn sie nach einer Woche nicht von selbst wieder verschwinden, stellen wir den Hund einem klassisch arbeitenden Tierhomöopathen vor und lassen ihn klassisch homöopathisch behandeln.

Diese Therapie unterstützt die natürlichen Regulationsvorgänge im Körper, ohne sie zu unterdrücken. Je früher im Leben des Hundes die klassisch homöopthische Behandlung beginnt, desto schneller kann sich Heilung einstellen, weil sich noch nicht Mengen von schädlichen Stoffen angelagert haben, die es abzubauen gilt.

 

Jetzt fragen Sie sich bestimmt, warum ihr Tierarzt diese kleinen anfänglichen Störungen nicht als Ausscheidungsreaktionen des Körpers erkennt und sie entsprechend behandelt.

 

 

Das Behandlungsziel der Tierärzte unserer heutigen Zeit ist es, dem Tierbesitzer schnellstmöglich zu einem gut funktionierenden Hund zu verhelfen.

Das gleiche erwartet übrigens auch der Tierbesitzer von seinem Tierarzt. Je schneller ein Leiden verschwindet, desto besser ist der Ruf des Tierarztes. Weder der Patientenbesitzer noch der Tierarzt sehen Erkrankungen im Zusammenhang, nämlich Ursache und Wirkung.

Jede Erkrankung steht für sich allein. Dabei wird oft nicht weiter nachgeforscht, sondern gleich behandelt.

Geringfügige Verletzungen werden mit Antibiotika und Rimadyl oder Metacam behandelt, harmloser Durchfall wird sofort gestoppt, Fieber wird mit einem fiebersenkenden Medikament angegangen und bei Juckreiz empfiehlt sich natürlich Cortison.

 

Auf diese Art und Weise wird meiner Meinung nach unser Hund Schritt für Schritt krank therapiert.

 

In den meisten Fällen ist ein Welpe von Geburt her gesund, von genetischen Schäden einmal abgesehen. Ein gesunder Organismus ist auf Überleben ausgelegt und wehrt sich durch Ausscheidungsreaktionen gegen Eingriffe von aussen.

Diese Ausscheidungsreaktionen können mit einem individuell passenden homöopathischen Arzneimittel unterstützt werden und so kann der Ausscheidungsprozess schnell vorübergehen.

Erst wenn der Ausscheidungsprozess gestoppt wird, beginnen sich schleichend massive Störungen zu entwickeln.

Diese akkumulieren sich über Jahre und geben sich eines Tages als z.B. Schilddrüsenstörungen, Milzvergrösserung, Leber- und Nierenerkrankung, Diabetes etc zu erkennen. 

 

Aber wollen wir es wirklich so weit kommen lassen ?????

  

Haltungsbedinungen: 

Das Stoffwechselgeschehen, der Hormonhaushalt und sogar die Stimmung eines Hundes hängen in nicht geringem Grad davon ab, in welchem Ausmaß er den natürlichen Lichtverhältnisses ausgesetzt ist. Das spricht einerseits für die Haltung unter freiem Himmel; es muß aber ein Kompromiß gefunden werden zwischen dem Bedürfnis des Hundes nach Familienanschluß und nach Lichtverhältnissen.

 

Auslauf:

Es stellt sich auch die Frage nach dem Auslauf und der Beschäftigung. Entgegen einiger verbreiteter Vorurteile muß ein Hund nicht täglich ein bestimmtes Quantum an Kilometern laufen. Hier ist die Frage der Qualität ausschlaggebend, nicht die Quantität. Freilandbeobachtungen an Wildhunden haben gezeigt, daß die Tiere große Strecken hinter sich bringen, wenn es notwendig ist. Finden sie Futter in der Nähe, dann spielen sie lieber miteinander, toben herum und schlafen ausgiebig. Es ist also angemessener, den Hund drei oder viermal am Tag richtig toben und spielen zu lassen, als ihn einmal am Tag 10 oder 20 Kilometer neben dem Fahrrad traben zu lassen.

Genauso wichtig wie die körperliche Betätigung ist für den Hund - und gerade für den jungen, heranwachsenden - die geistige Anforderung. Etwas lernen zu dürfen, ein Kommando mit der richtigen Handlung verknüpfen und gelobt zu werden - das sind grundlegende Bedürfnisse des Rudeltiers Hund.

 

Bewegung für den jungen Hund:

Ab dem 6. Monat sollte der Hund sich frei bewegen können (vorher sollte er nicht überbeansprucht werden!). Vor dem 6. Lebensmonat sollte der Hund geschont, und nur kurze Spaziergänge (ca. 20 Minuten) mit ihm unternommen werden (nicht zuviel herumtollen). Auch wenn der junge Hund sehr agil ist, sollte er nicht durch stundenlange Spaziergänge überfordert werden. Im Haus und Garten kann der Hund spielen soviel er will. Gelenkserkrankungen sind deutlich korreliert mit der Art des Bodens, auf dem sich der junge Hund bewegt. Wenn der Hund im ersten Lebensjahr nur auf harten Boden (Asphalt) läuft ist die HD vorprogrammiert. Geht der Hund auf Waldboden, Wiesen und Schotter so ist das viel besser für die Gelenke. (Quelle: Vortrag über HD Doz. Dr. Ewald Köppel).

 

Treppensteigen bei Welpen:

Solange die jungen Hunde gleichhoch wie die Stiege sind, sollten die Hunde getragen werden. Ist der Hund doppelt so hoch wie die Stiege, soll er selbst laufen können. Die Stiegen hinunter kann der Hund ohne Probleme laufen, da die Rückenlinie gerade ist da er sich selbst tragen und nur ausbalancieren muss. (Ausnahme wenn die Stiegen sehr hoch sind oder wenn der Hund aus dem Auto springen muss). Beim Hinaufsteigen verschiebt sich der Rücken und dies ist für den Hund viel schädlicher als das Hinablaufen. Wenn der Hund 10 Wochen als ist kann er ohne Probleme 10-15 Stiegen steigen. Hunde frühestens ab dem 7. Monat aus größeren Distanzen springen lassen (z.B. aus dem Auto springen), um dadurch nicht die OCD (Ablösen des Gelenkknorpels mit Schmerzverhalten - eine Erkrankung, bei der die Voraussetzungen für das Auftreten immer eine Überbelastung vorausgeht) auszulösen. (Quelle: Vortrag über HD - Doz. Erwald Köppel).

 

Erziehung:

Wie gerade erwähnt ist der Hund ein Rudeltier, also ein soziales Wesen. Unter den heutigen Bedingungen ist es notwendig, daß ein Hund unter der Kontrolle des Besitzers steht. Das wiederum bedingt, daß der Mensch, nicht der Hund die übergeordnete Autorität besitzt. Auch hier muß ein Vorurteil klargestellt werden:

Der Anführer eines Wildhunderudels wird nicht respektiert und gefürchtet, weil er besonders stark und brutal wäre, sondern er wird geliebt und geachtet, weil er Kompetenz, eine gewisse Lässigkeit und Selbstvertrauen ohne jede Unsicherheit besitzt. Er kann einen Streit schlichten und ins spielerische ablenken, denn seine Aufgabe ist es das Rudel als Jagdgemeinschaft zusammenzuhalten. Er muß bei der Erziehung und Ausbildung der Junghunde mitwirken. Das aber kann er nicht erreichen, wenn diese ihn fürchten und ihm aus dem Weg gehen. Er muß also im Gegenteil äußerst vertrauenswürdig und liebenswürdig sein. Und schließlich reißen sich die wenigsten Rudelmitglieder um diesen "Job", denn der Anführer ist verantwortlich für die Nahrungsbeschaffung, für den Frieden in der Gruppe und für das Wohlergehen der Gemeinschaft. Er darf diese also auch keinen vermeidbaren Gefahren aussetzen. Wenn es nicht in fast jedem größeren Wurf einen "geborenen Anführer" gäbe, der aufgrund seiner Ausstrahlung akzeptiert wird, wäre der Zusammenhalt eines Rudels aufs Schwerste gefährdet.

Für den Hundehalter ergeben sich aus diesen Tatsachen einige Konsequenzen: Nicht mit Schreien, Schlägen und "Strenge" sollte er sich seine Autorität dem Hund gegenüber sichern, sondern mit Humor und Konsequenz. Ein Anführer hat es nicht nötig, auf jede probeweise Herausforderung mit Strafen zu reagieren. Aber er besteht darauf, daß bestimmten Befehle sofort und bedingungslos zu folgen ist, denn das ist lebensnotwendig.

 

Ein Hund, der genau weiß, woran er bei seinen Menschen ist, der genug Beschäftigung, viele soziale Kontakte mit Menschen und Artgenossen, eine angemessene Nahrung, die nötige Pflege und ausreichend Tageslicht erhält - so ein Hund hat alle Voraussetzungen, um glücklich und gesund zu bleiben.